Cohn Bucky Levy - Der Verlust - Stadterkundung - bequemes Schuhwerk empfohlen

Am , 19:30 Uhr

 

Cohn Bucky Levy - Der Verlust - Stadterkundung - bequemes Schuhwerk empfohlen
Theatrale Stadterkundung auf den Spuren jüdischen Lebens in Altenburg
Uraufführung
In der Reihe Vom Himmel hoch – Glaube und Gesellschaft

„Fast schon könnte man meinen,
jüdisches Leben hätte in Altenburg nicht
oder kaum existiert. Zu Unrecht!“
Christian Repkewitz

Im Jahr 1890 erreichten drei jüdische Schwestern aus Preußen die Residenzstadt Altenburg und gründeten ein Geschäft, das wenige Jahre später als „M. & S. Cohn“ zum führenden Kaufhaus der Region avancieren sollte. Gemeinsam mit Ehemann Sally Bucky führte Marianne Cohn das Unternehmen. 1912 wurde der junge, aufstrebende Albert Levy zum Geschäftsführer ernannt und heiratete die Tochter der Buckys. Im Ersten Weltkrieg kämpfte Albert Levy für Deutschland. Das Familienunternehmen erholte sich in den 1920er Jahren schnell. Kostenfreie Schulspeisung, Sonderrabatte für Arme und eine dauerhafte finanzielle Unterstützung des Landestheaters machten den Familenverband zu einem wichtigen gesellschaftlichen Faktor. Manch einer sah in Albert Levy sogar einen zweiten Bürgermeister. Doch all die Wohltaten für die Stadt und ihre Einwohner schienen vergessen, als 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Niemand bewahrte die Familie vor der Enteignung und Inhaftierung. So nahm die wohl erfolgreichste jüdisch-deutsche Familiengeschichte Altenburgs ein tragisches Ende.

In Zusammenarbeit mit TV Altenburg und Christian Repkewitz als Experten für die jüdische Geschichte der Stadt, plant Theater&Philharmonie Thüringen mit weiteren Kooperationspartnern ein Großprojekt, das den Spuren eines zentralen Kapitels der lokalen und deutschen Geschichte nachgeht. Dafür begeben sich die Zuschauer auf eine Reise durch Zeit und Raum. Das Theaterstück führt sie quer durch die Stadt, wo an verschiedenen Orten die jüdische Familiengeschichte erlebbar gemacht wird. Die Erzählung legt dabei weniger den Fokus auf die Schrecken der Diktatur Hitlers, sondern beleuchtet vielmehr die florierenden Jahrzehnte des kulturell vielfältigen, interreligiösen Zusammenlebens vor der Machtergreifung, das durch den Holocaust unwiderruflich vernichtet wurde; denn seit 1945 gibt es keine Juden mehr in Altenburg.


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Veranstaltungsort

Markt
04600 Altenburg

Karte

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