Chorkonzert: J. S. Bach - Psalm 51

Chorkonzert: J. S. Bach - Psalm 51
Kantor Christoph Weyer
Lungkwitzer Str. 8
01731 Kreischa
Telefon: 0351 4820 5830
0351 4820 5830 E-Mail: Christoph.weyer@evlks.de
Internet:

Heinrich Schütz – Tröstet, tröstet mein Volk (SWV 382)
Marbriano de Orto – Lamentationes Jeremiae
Johann Sebastian Bach – Tilge, Höchster, meine Sünden (BWV 1083)

Jana Büchner, Sopran
Inga Schäfer, Alt
Dresdner Barockorchester
Kantorei Kreischa
Männervokalensemble Vorsicht Seriös
Kantor Christoph Weyer, Leitung

Eintritt: 12 €, 8 € (erm.)
Mitglieder des Freundeskreises Kirchenmusik 10 €

Zum Werk

thmsWenig bekannt ist, dass Johann Sebastian Bach neben eigenen Kompositionen auch immer wieder Werke anderer Komponisten aufgeführt hat. In seiner späten Leipziger Zeit ist Bach ein Druck des Stabat Mater von Giovanni B. Pergolesi zugekommen. Da das Stabat Mater aber in der Leipziger Liturgie keinen Platz hatte, musste er das Werk umarbeiten.

So tauschte er den Text gegen eine Paraphrase des 51. Psalms aus; einer der  sieben Bußpsalmen mit liturgischem Sitz in der Fastenzeit vor Ostern. Damit ist Bach ein Meisterstück gelungen, weil der musikalische Duktus sowohl zur Marienklage wie auch zum hoffnungsvollen Flehen des Psalmbeters passt. Neben einigen kleinere Veränderungen in der Stimmführung, die vor allem die Bratschenstimme betreffen, hat Bach das Werk insgesamt etwas tiefer gesetzt und die letzten beiden Sätze ausgetauscht.

Merkwürdig ist, dass diese Bachsche Bearbeitung so lange unbeachtet geblieben ist. Erst Karl Straube, der mit Ende des ersten Weltkriegs Bachs Nachfolger in Leipzig geworden war, hat sich wieder, im Rahmen der Gesamtaufführung aller Bachkantaten, für diese Bearbeitung interessiert. Trotzdem die Bearbeitung wieder ins Repertoiregedächtnis zurückgerufen worden war, wird es heute – zu Unrecht – nur sehr selten aufgeführt.

Die Musiker

Jana Bücher, Sopran

Jana-Büchner-5-1.1Die Dresdner Sopranistin Jana Büchner studierte in Ihrer Heimatstadt an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ bei Frau Prof. Ilse Hahn Gesang. Sie vervollständigte ihr Können bei Elisabeth Schwarzkopf, Brigitte Fassbaender und Brigitte Eisenfeld in Berlin.

Nach ihrem erfolgreichen Engagement am Chemnitzer Opernhaus ist sie seit 2009 freischaffend tätig und heute auch eine gefragte Konzertsolistin. Regelmäßig ist sie zu Gast bei international renommierten Klangkörpern wie dem Dresdner Kreuzchor, der Dresdner Singakademie, dem MDR Rundfunkchor Leipzig, der Sächsischen Staatskapelle, der Dresdner Philharmonie, dem Dresdner Barockorchester, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig sowie den Dresdner Kapellsolisten und den Virtuosi Saxoniae.

Operngastspiele führten die lyrische Sopranistin bereits an die Staatsopern Dresden und Hamburg, die Deutsche Oper Berlin, an das Aaltotheater in Essen sowie an die Oper Halle, die Staatstheater in München, Braunschweig, Kassel, Bonn, Gera-Altenburg und an die Staatsoperette Dresden.

2002 wurde Jana Büchner mit dem Mozartpreis der Sächsischen Mozartgesellschaft ausgezeichnet und seit 2007 ist sie als Vertreterin der deutschen Mozartgesellschaft als Jurorin beim Internationalen Duschekwettbewerb in Prag tätig. Mit namhaften Dirigenten wie Ingo Metzmacher, Simone Young, Jun Märkl, Niksa Bareza, Oleg Caetani, Mario Venzago, Hans Christoph Rademann, Ludwig Güttler und Peter Schreier konnte sie bereits zusammenarbeiten.

Ihre Mitwirkung an zahlreichen Hörfunk-, Fernseh- und CD- Aufnahmen wie z.B. die DVD Produktion der Hamburgischen Staatsoper mit Poulenc`s Oper „Les Dialogues des Carmelites“ oder die Gesamtaufnahme von Mendelssohns „Athalia“ mit dem MDR Sinfonieorchester unter Leitung von Jun Märkl sowie die Gesamtaufnahme des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach live aus der Dresdner Frauenkirche belegen ihre erfolgreiche Arbeit.

Seit einigen Jahren widmet sich Jana Büchner auch intensiv dem Liedgesang. Dabei verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit der Pianistin Brita Wiederanders und dem Pianisten Eckart Sellheim. 2011 ist bei auris subtilis ihre erste Solo CD „Gedanken der Liebe“ mit Liedern von Mozart, Schubert, Mendelssohn und Fanny Hensel erschienen.Gastspiel- und Konzertreisen sowie Liederabende führten sie nicht nur deutschlandweit sondern auch ins europäische Ausland.

Inga Schäfer, Alt

ingaInga Schäfer wurde am 13. Juni 1988 in Köln geboren. Ihr musikalischer Werdegang begann klassisch mit musikalischer Früherziehung und dem ersten Geigenunterricht im Alter von 6 Jahren. Bald kamen Jugendensembles, diverse Orchester, Chöre, Kammermusik, erste Wettbewerbserfahrungen und – auf Grund eines lokalen Bratschistenmangels – die Viola hinzu. Mit dem Entschluss Schulmusik mit dem Hauptfach Viola zu studieren ergänzte sich die musikalische Ausbildung um Gesangs-, Klavier- und Theorieunterricht und wenig später, nach erfolgreichem Abitur, begann sie das Studium an der Folkwang Universität der Künste bei Sebastian Bürger – zunächst mit dem Zweitfach Französisch. Dort legte sie im Juni 2012 ihr erstes Staatsexamen mit der Bestnote im Einfach-Studium Lehramt Musik für Gymnasium und Gesamtschule ab.

Auf Grund der zunehmenden Neigung zum Gesang hatte sie zu diesem Zeitpunkt zwei weitere Studien begonnen: 2009 Gesangspädagogik (Diplom) und 2010 Gesang / Musiktheater (Bachelor) bei Prof. Rachel Robins. Beide schloss sie im Juli 2013 sehr gut ab. Während ihrer Ausbildung wurde sie durch drei Stipendien unterstützt: zunächst durch das von der Folkwang UdK vergebene Exzellenzstipendium für Viola, später das vom Lions-Club vergebene NRW-Stipendium für Gesang und das LiveMusicNow-Stipendium im Bereich Lied-Duo.

Im Rahmen ihres Studiums wirkte Inga Schäfer in zahlreichen Konzerten und Liederabenden, und trat unter anderem als Antiope in v.Bayerns Talestri, Psyché in Lullys gleichnamiger Oper, 1ère Prieure in Poulencs Dialogues des Carmélites, Dido in Purcells Dido und Aeneas, Frugola, Ciesca und Zia Principessa in Puccinis Il Trittico auf. Darüber hinaus hatte sie früh die Möglichkeit am Theater Hagen in der Zauberflöte für Kinder die 2. Dame zu singen und in Münster in Così fan tutte die Partie der Dorabella zu übernehmen. Ihr großes Interesse für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts fand und findet in verschiedenen Projeken und Konzerten Ausdruck, darunter auch Steve Reichs Tehillim, das in der Philharmonie Essen aufgeführt wurde.

Auch im Oratorien- und Konzertfach ist sie seit Studienbeginn aktiv und hatte 2013 die Möglichkeit mehrere Teile der Matthäuspassion (Alt-Solo) in Stuttgart unter Helmut Rilling zu studieren und aufzuführen. Die Gesangsausbildung an der Folkwang UdK rundeten Meisterkurse bei Martin Wölfel, Ingeborg Danz, Prof. Klesie Kelly-Moog, Helen Donath und Anja Harteros ab.

Seit Beginn der Spielzeit 2014/15 ist sie Mitglied des Internationalen Opernelitestudios am Theater Lübeck, wo sie verschiedene kleinere und mittlere Partien singt – unter Anderem Tisbe in Rossinis La Cenerentola, mit der sie 2014 am Theater Dortmund debütierte.

Weiter Gastspiele führten Sie an das Theater Magdeburg (Flora, 3. Magd), sowie an die Deutsche Oper am Rhein (Maestra delle Novizie).

Dresdner Barockorchester

dboLebendiges Musizieren auf barocken Instrumenten im Sinne der historischen Aufführungspraxis und besonders die Wiederentdeckung vergessener Werke aus der Sammlung der Dresdner Hofkapelle sind den Musikern des Orchesters wichtige Anliegen und wurden zu ihren Markenzeichen. Im Laufe der Jahre eroberte sich das Orchester einen festen Platz im Dresdner Musikleben. Bei seinen Konzertreisen ins In- und Ausland wirkt das Dresdner Barockorchester als kultureller Botschafter der Stadt.

Eine fruchtbare Zusammenarbeit verbindet das Orchester mit dem Dresdner Kammerchor und seinem Leiter Hans-Christoph Rademann unter anderem bei Aufführungen der großen Oratorien Bachs und Händels und bei der jüngsten Gesamteinspielung der Werke von Heinrich Schütz. Publikum und Presse bestätigten immer wieder die ergreifende Wirkung der Verschmelzung von Chorklang und historischem Instrumentarium.

Schwerpunkt und eigentliche Herausforderung für das Dresdner Barockorchester ist das unmittelbare Konzertereignis. Daneben sind das hohe Können der Interpreten als auch die prachtliebende Musizierpraxis am barocken Dresdner Hof durch zahlreiche CD-Einspielungen dokumentiert.


Kontakt

Chorkonzert: J. S. Bach - Psalm 51
Kantor Christoph Weyer
Lungkwitzer Str. 8
01731 Kreischa
Telefon: 0351 4820 5830
0351 4820 5830 E-Mail: Christoph.weyer@evlks.de
Internet:

Karte

www.trivoo.net
Anzeige

Aus dem Branchenbuch